Über etwas klagen, schimpfen oder mich aufregen? Nein, das schadet meiner Gesundheit!

Über etwas klagen, schimpfen oder mich aufregen? Nein, das schadet meiner Gesundheit!

Mit dem Klagen, mit dem Zagen,
wie verdarbst du’s, ach so oft!
Lerne Trübes heiter tragen,
und dein Glück kommt unverhofft.

Emanuel Geibel (1815 – 1884), deutscher Lyriker und Dramatiker

 

„Meckern, motzen, über das Wetter klagen, shitstorm veranstalten,  nörgeln, schimpfen und/oder sich lang und breit über Verbrechen, Katastrophen informieren bzw. auszutauchen? Ist doch alles kein Problem?“

Ist das Ihr Denken? Also ich würde mir das nochmal überlegen. Besonders wenn Sie wüssten, dass Sie sich damit selbst am meisten schaden? 

„Wem oder was sollte denn das schaden?“

Dem Nörgler, Ankläger usw. selbst schadet es.

Denn Forscher der Universität Stanford haben bereits 1996 herausgefunden, dass übermäßiges Klagen, Herumnörgeln oder sich Beschweren absolut negative Effekte auf unser Gehirn hat.

Wenn man sich häufig beschwert, jammert oder nörgelt, macht man dem Gehirn eine Vorgabe, dass es sich negativ einrichtet. Das Gehirn ist nämlich sehr effektiv und um möglichst effizient arbeiten zu können, stellt das Gehirn Verbindungen her, die sofort bei vergleichbaren Umständen abermals aufgerufen werden könnten.

Wenn wir nun frühmorgens schon genervt sind, durch die uns um die Ohren geschlagenen Negativschlagzeilen, darüber zum Beispiel schon sich aufgeregt und am Frühstückstisch ein paar Mal diesbezüglich gemotzt haben, könnte es sein, dass das Gehirn speichert, Frühstück ist Stress. Oder wenn auf dem Weg zur Arbeit Euer Vordermann an der noch grünen Ampel zu langsam angefahren ist und Sie deshalb bei Rot warten müssen und Sie sich darüber lautstark beklagen, speichert das Gehirn wiederum „Fahrt zur Arbeit bedeutet Stress“.

Und wenn dies nun regelmäßig bei Ihnen vorkommt, erziehen Sie selbst so Ihr Gehirn dazu, schwarzseherische und pessimistische Gedanken, den freudvollen, frohgemuten und glücklichen vorzuziehen, weil Ihr Gehirn sich so weniger anstrengen muss.

Warum?

Also jedes Mal, wenn Sie einen Gedanken haben, wird in Ihrem Gehirn so eine Art Brücke gebaut, über die die Information, die für den Gedanken ausschlaggebend war, transportiert werden kann.

Es wurde beobachtet, dass bei häufiger gleichartiger Kommunikation, die Abstände auch noch kleiner werden, damit die Information noch schneller weitergegeben werden kann. Zahlreiche Wiederholungen solcher pessimistischen Gedanken und Gefühle, rufen das Gehirn dazu auf, sie immer wieder hervorzuholen.

Forscher der Universität Stanford haben nachgewiesen, dass Jammern auch noch den Hippocampus schrumpfen lässt. Dieser ist ein Teil des Gehirns und beispielsweise für das Gedächtnis zuständig. Das heißt Sie könnten vergesslicher werden.

Aber nicht nur das, wenn Ihr Gehirn nun aufgebrachte, ärgerliche oder aggressive Gefühle zu verarbeiten hat, schickt es gleichzeitig Alarmsignale an Ihren Körper. Als Reaktion auf diese Signale schüttet Ihr Körper ein Stresshormon, namens Cortisol aus und damit riskiert der Dauernörgler ein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen, Diabetes und Erschöpfung und auch Übergewicht.

Ist das vielleicht auch ein Grund warum der Anteil übergewichtiger Menschen steigt, weil sie durch alle Medien mit negativen Gedanken, Nachrichten und Filmen überfrachtet werden. Das Übergewicht einerseits als Schutzmauer gegen, und Reaktion auf Negativität?

Die tolle Nachricht ist, dass Positive Gedanken ebenso stark auf das Gehirn wie negative wirken!!!

Wer freudesstrahlend und dankbar lebt, verringert nach Forschungen von Wissenschaftlern seinen Cortisolspiegel um 23 Prozent.

Ihre

Brigitte H. Alsleben

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