Wahre Selbstliebe beim einzelnen Menschen ist das Mittel für den dauerhaften Weltfrieden! Warum? Darum!

Wahre Selbstliebe beim einzelnen Menschen ist das Mittel für den dauerhaften Weltfrieden! Warum? Darum!

Nein Frau Alsleben, so einfach ist das nicht!“

Also na ja, ich weiß nicht, aber irgendwie habe ich mir schon etwas anderes erwartet.
War das jetzt alles?
Ewig diese gleichen Fragen.
Das kann es doch nicht sein?!
Selbstliebe als Rezept gegen alles, gegen den Unfrieden usw.?
Nein Frau Alsleben, da machen Sie es sich zu einfach.“

(Beginn des Nachworts  von meinem Buch „Generalprobe Leben? Nein, wir  leben bereits die Premiere!“)

Doch so einfach ist es und gleichzeitig so anspruchsvoll. Denn das Wichtigste im Leben eines jeden Menschen ist die bedingungslose Liebe zu sich selbst. Nicht als Schlagwort. Nicht als Mode. Sondern einfach als die eigene innere Haltung.  Und genau hier beginnt das Missverständnis.


Selbstliebe funktioniert nicht?

Viele Menschen sagen heute: „Ich habe das mit der Selbstliebe versucht. Affirmationen gesprochen. Bücher gelesen. Podcasts gehört. Aber es funktioniert nicht.“ Natürlich funktioniert es nicht. Weil Selbstliebe kein Rezept, keine Technik, keine Tablette, kein Trank, kein „Abrakadabra“ ist.

Selbstliebe ist ein Prozess der Bewusstwerdung. Ein Erkennen jener unbewussten Urteile, die wir täglich über uns selbst fällen: Erst wenn ich ruhiger bin …“; „Erst wenn ich schlanker bin …“; „Erst wenn ich erfolgreicher bin …“; „Erst wenn ich nicht mehr so empfindlich bin …“

Das ist keine Liebe! Das ist ein Geschäft. Und in diesem Geschäft wird Liebe zur Ware.


Liebe deinen Nächsten – wie dich selbst

Wie heißt es in der Bibel so schlicht: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Wie“ – im Sinne von genauso. 

Doch, wenn ich mich selbst unbewusst nicht liebe, wenn ich mich verurteile, kritisiere, abwerte, dann werde ich – so sehr ich mich auch anstrenge– trotzdem auch mit anderen hadern.  Mit dem Partner, mit den Kindern, mit Kollegen, mit Fremden auf der Straße. Und die Spirale dreht sich weiter in eine unerwünschte Richtung.

Selbstliebe ist daher kein Luxus. Sie ist Friedensarbeit auf unseren Straßen, in unseren Familien, in unserem Land und auf dieser Erde.


Ja, und wie macht man das denn nun?

Hier kommt die Enttäuschung. Es gibt keinen Knopf, kein Ritual mit Garantie, keine einmalige Übung.

Selbstliebe ist ein Lernprozess, wie das Laufen. Wir sind gefallen, wieder aufgestanden. Noch einmal gefallen. Und irgendwann sind wir gegangen – ohne darüber nachzudenken!

Oder wie das Erlernen unserer Muttersprache. Zuhören. Nachsprechen. Wiederholen. Fehler machen. Erneut versuchen. 

Warum erwarten wir also bei der Selbstliebe eine Abkürzung?


Wo Tarot ins Spiel kommt

Und hier kommt für mich seit Jahrzehnten das Tarot ins Spiel. Als klarer Spiegel. Denn eines ist sicher: Wir sehen uns selbst selten klar, sondern fast immer nur durch unsere Brille der unbewussten Schattenseiten.

  • Wir glauben, wir lieben. Und entdecken bei näherem Hinsehen Kontrolle.
  • Wir glauben, wir stehen zu uns. Und entdecken Anpassung.
  • Wir glauben, wir seien stark. Und entdecken Angst.

Tarot stellt keine schmeichelnden Fragen. Es fragt: Wo lehne ich mich selbst noch ab? Welcher Anteil in mir glaubt, erst etwas leisten zu müssen, um geliebt zu werden? Wo reagiere ich noch aus alten Verletzungen? Das ist keine Magie. Das ist Bewusstwerdung.

Und Bewusstwerdung ist der erste Schritt von der unbewussten Inkompetenz hin zur bewussten Kompetenz.


Ein kleiner Tarot-Impuls für Sie

Wie man die Tarot-Karten idealerweise legt:

  • Zunächst nie so zwischen Tür und Angel, heißt nicht so eben zwischendurch.
  • Schalte Sie zuerst einmal Handys/Smartphones, Festnetztelefone und Internetzugänge aus damit Sie wirklich nicht gestört oder abgelenkt werden. Wenn das in diesem Moment nicht möglich ist, dann sollten  Sie das Befragen der Karten verschieben.
  • Kommen Sie zur Ruhe
  • Denken Sie über die Gegenwart nach und zählen Sie sich auf, was in diesem Moment alles schön ist und Ihnen gefällt, und sei es nur, dass Sie sich Zeit für sich nehmen können. Bedenken Sie, Sie sind  der wichtigste Mensch in Ihrem Leben und nur Sie selbst sind für Ihre Belange zuständig, niemand anderes.
  • Machen Sie es  sich gemütlich, vielleicht etwas schönes zu trinken. Vielleicht eine Kerze anzünden. Sie selber, wissen am besten, wie Sie sich ein wohliges Gefühl geben.
  • Dann nehmen Sie Ihr Tarot-Kartendeck (für den Anfang würde ich das Rider- Waite-Deck empfehlen) zwischen beide Hände und lassen es dort ein paar Sekunden, damit Ihre Energie in die Karten wandern kann.
  • Sodann fangen Sie an, die  Karten zu mischen! 
  • Denken Sie beim Mischen ohne große Emotionen an Ihre Frage (z.B. Was ist genau jetzt wichtig für mich zu wissen )?
  • Wenn eine Karte herausfällt, nehmen Sie diese, denn es ist meist schon eine Antwort, ansonsten
  • Wenn Sie meinen, dass die Karten genug gemischt sind, legen Sie diese verdeckt in einem Halbkreis fächerförmig vor sich hin.

Wenn Sie mögen, ziehen Sie eine Karte zu dieser Frage:

Wo mache ich meine Selbstliebe noch von Bedingungen abhängig?“

Schauen Sie nicht sofort in ein Buch. Spüren Sie erst. Was löst das Bild in Ihnen aus? Abwehr, Erklärung, Rechtfertigung, Traurigkeit oder anderes? Genau dort beginnt die Arbeit. Nicht im Schönreden. Sondern im Erkennen.


Der Frieden beginnt im eigenen Inneren

Ich selbst bin diesen Weg gegangen. Nicht perfekt,  nicht geradlinig, aber beharrlich. Und was ich gefunden habe, war kein Dauerhoch, keine Euphorie. Ich habe eine phantastische Ruhe in mir selbst gefunden und einen  unbeschreiblichen inneren Frieden verspürt! Ein stilles Einverständnis mit mir selbst. Und glauben Sie mir: Diese Ruhe verändert alles.

Man reagiert anders.
Man verurteilt weniger.
Man gibt Kindern mehr Sicherheit.
Man braucht weniger Kontrolle.

Die Spirale dreht sich – in die andere Richtung.

Hin zu Frieden.
Freude.
Und einer stillen Form von Glück.


Dies ist der Beginn einer Reihe. In den nächsten Beiträgen werden wir gemeinsam schauen:

  • warum Selbstliebe zur Ware geworden ist
  • wie der innere Richter arbeitet
  • was unser „wunder Punkt“ wirklich mit Frieden zu tun hat
  • und warum echte Selbstliebe nichts Spektakuläres ist

Wenn Sie Lust und Muße haben, bleiben Sie dabei.

Unser Leben ist keine Generalprobe.
Wir leben bereits die Premiere.

Und vielleicht ist genau jetzt der Moment,
sich selbst nicht länger nur unter Bedingungen anzunehmen.

Ihre Brigitte H. Alsleben

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