Unsere Erlebnisse aus der frühesten Kindheit beeinflussen unbewusst unser heutiges Leben!

Unsere Erlebnisse aus der frühesten Kindheit beeinflussen unbewusst unser heutiges Leben!

Fragen Sie sich oft „warum passiert mir das gerade“ oder gibt es Ereignisse, die sich in Ihrem Leben immer wieder aufs Neue wiederholen?

Vielleicht könnte Ihnen meine Erfahrung einige Anhaltspunkte zur Beantwortung dieser Fragen geben?!

Jahrzehntelang habe ich unbewusst immer beziehungsunfähige oder sogar gebundene Partner in mein Leben gezogen. Dies geschah unbewusst. Ich konnte/wollte einerseits nicht alleine sein, aber andererseits konnte und wollte ich keine feste Beziehung. Und warum wollte ich keine feste Beziehung? Ich ging davon aus, dass der sowieso auch wieder geht und mich verlässt. Aber andererseits habe ich für eine von meiner Seite aus „großen Liebe“ einen Kredit aufgenommen, ihn geradezu angebettelt das Geld zu nehmen, um seine Werbeagentur zu retten. Mit dem unbewussten Gedanken, dann muss er ja aus Dankbarkeit bei mir bleiben. Blieb er natürlich nicht. Er brauchte ja mehr Geld und ich machte die Erfahrung „verlassen zu werden.“ Ich sagte damals oft zu mir, „die Männer, die ich will, wollen mich nicht und immer kommen nur die, mit denen ich nichts anfangen kann“. Also das Dilemma einerseits suchte ich einen festen Partner und wenn ich ihn hatte, ging ich oft in die Flucht, weil ich es nicht ertragen konnte.

Erst als ich vor ein paar Jahren aufgrund meiner Studien auf das Buch „Das verlassene Kind“ von Daniel Dufour gestoßen bin, kam mir der Gedanke, dass da etwas in meinem Unterbewusstsein vor sich hin wabert. Wie ich in meinem Buch immer wieder schreibe, da war eine unbewusste Inkompetenz in Form einer mir unbewussten Überzeugung „Ich werde sowieso immer wieder verlassen und dann ist mein Leben in Gefahr“.

Diese wollte ich mir nun bewusst machen, um sie durch die Erkenntnis und das Zulassen derselben, sie aus meinem Leben entlassen zu können. Denn ich war ja nicht mehr das ausgelieferte Kind von damals, sondern eine Erwachsene, die selbst aktiv und meine Welt gestalten kann. Eine der Erfahrungen, die hinter dieser Überzeugung gestanden hat, hat mir meine Mutter erzählen können. Ich bin in einem katholischen Krankenhaus in Berlin-Dahlem geboren worden. Da meine Mutter nicht stillen konnte und es auch nicht üblich war, dass Babys bei ihren Müttern sind, sondern im Saal mit den anderen Babys, bin ich wohl die ersten zehn Tage, bis zu ihrer Entlassung aus dieser Klinik nur einige wenige Male in ihre Nähe gebracht worden. Das war wohl der Grund, dass ich mich alleingelassen fühlte und nach Wut, Trauer und Angst wohl die Überzeugung bekam, „ich muss alles alleine regeln und bin allein auf mich gestellt“. Tatsächlich ist es heute noch so, dass ich mir ungern Hilfe suche.

Kernüberzeugungen, die sich in der frühesten Kindheit gebildet haben, haben wir damals für wahr gehalten. Veranschaulicht an meinem Beispiel: Baby Gitti fühlte im Sinne von „Ich bin verlassen worden von der ganzen Welt und ich bin wertlos“.

Diese Überzeugung ist ungeprüft und unkontrolliert ins Unterbewusstsein der Erwachsenen Brigitte gelandet. Denn ich konnte ja damals als Neugeborene nicht fragen „Hey was ist los, warum komme ich nicht zu meiner Mutter?“ Und so hat diese Überzeugung mein Denken und Fühlen immer unbewusst beeinflussen können und durch das Resonanzgesetz mir regelmäßig Bestätigungen dieser Überzeugung geschickt.

Heute, wo mir das bewusst ist und ich daran arbeiten konnte und noch kann, bin ich in der Lage eine Beziehung einzugehen, ohne dass ich gleich daran denke, „na der wird mich auch verlassen“ und mich dementsprechend vorher schon unmöglich verhalte (mit dem unbewussten Denken„dann bleibt er gleich weg und ich werde nicht wieder verlassen“).

Andererseits habe ich es auch nicht mehr nötig mir meine Partner, mit Geld oder mit Aufgabe meines eigenen Wollens zum Bleiben zu animieren. Ich kann warten und führe ein zufriedenes, freudiges Single-Leben, jedoch mit der Lust eine Beziehung einzugehen, wenn sich etwas ergeben sollte. Denn es kommt zusammen, was zusammen gehört. Jetzt liebe ich mich selbst schon so sehr, dass ich mich freue, Liebe an meinen zukünftigen Partner abzugeben und auch annehmen zu können. Denn das war auch ein Problem, wegen des Wertlosigkeitsgefühls, dass ich dachte „na der will doch etwas, wenn er Komplimente und Liebeserklärungen machte“.

Ich hatte durch das Erkennen meiner Kernüberzeugungen die Gelegenheit, mich weiterzuentwickeln. Außerdem kann man sich von Kernüberzeugungen erst dann lösen, wenn man sich ihrer bewusst wird. Und unbewusste Kernüberzeugungen sind oft hinderlich für ein erfülltes Leben.

All dies sind doch Argumente dafür, sich seiner unbewussten Kernüberzeugungen aus der frühesten Kindheit bewusst zu werden, oder?!

Ihre Brigitte H. Alsleben

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