17. Dezember: Achtsam mit den eigenen Worten sein?!

17. Dezember: Achtsam mit den eigenen Worten sein?!

Ein Wort ist tot, wenn es gesagt ist, sagen einige. Ich sage, es beginnt gerade zu leben an diesem Tag.“ Emily Dickinson (1830 – 1886)

Von Florence Scovel Shinn habe ich diesen Rat:

„Bist Du in negativer Geistesverfassung, so gebrauche folgenden Leitsatz: „Mit Staunen blicke ich auf das, was vor mir liegt!“ Das bewirkt einen Zustand wundervoller Erwartung und du wirst manch wundervolles erhalten. Denn deine Gedanken kannst du nicht dauernd bewachen, aber dein Wort unterliegt Deiner eigenen vollen Kontrolle.“

Wer ist dafür verantwortlich, dass Sie sich gut fühlen, wenn Sie sich gut fühlen? Nur Sie selbst!

Wer ist verantwortlich, dass Sie sich schlecht fühlen, wenn Sie sich schlecht fühlen? Auch Nur Sie selbst!

Denn jeder ist selbst der Schöpfer seiner Gefühle. Gefühle ergeben sich aus den eigenen Gedanken. Ohne einen Gedanken, kommen keine Gefühle. Wenn ich beispielsweise positiv über eine Angelegenheit oder ein Ergebnis denke, dann habe ich auch ein positives Gefühl und andersherum.

Das bedeutet jedoch auch, dass Sie jeder Zeit das erspüren können, was Sie empfinden möchten, denn Sie selbst, sind der Urheber Ihrer bewussten Gedanken,oder?!

Überlegen Sie mal, gab es Ereignisse, die sie geradezu in Ihr Leben hereingeredet haben?

Bei mir ja, wenn ich etwas besonders schönes erlebt hatte, dann dachte ich oder sagte sogar „na nach dem schönen Tag, kann im Briefkasten zuhause nur etwas schlechtes sein“. Und nach der Denkweise unseres Unterbewusstseins „Dein Wunsch sei mir Befehl“, was war? Eine Rechnung oder etwas anderes unangenehmes.

Wir machen vermeintlich Quatsch und nennen es Humor und unser Unterbewusstsein nimmt es als unseren ernsten Wunsch.

Ich weiß noch, als ich immer wieder meinte „oh wie schön wäre es, wenn man nicht so viele Sachen hätte und einfach mit ein paar Dingen frei reisen könnte. Was geschah, ich verlor alles und musste noch mal ganz von vorn beginnen und musste mehrere  Jahre von Ferienwohnung zu Ferienwohnung tingeln. Oder auch das dahingesagte „ich brauch das alles nicht“, oft wird es von denjenigen gesagt, die schon wenig haben und ausdrücken dass sie nichts weiter brauchen. Achtung, einige verlieren auch das wenige noch.

Seit ich die Kraft meiner Worte erkannt und am eigenen Leib gespürt habe, achte ich penibelst auf meine eigenen Worte.

Ihre Gedanken können Sie nicht ununterbrochen bewachen, weil diese auch von Ihren unbewussten Kernüberzeugungen und Glaubenssätzen beeinflusst sind, aber Ihre Worte haben Sie und nur Sie unter Ihren Fittichen! Niemand kann durch Sie reden!

Oder wie war es damals bei mir mit den vielen stundenlangen Telefonaten mit Freundinnen, wo wir nur über Kummer, Krankheit, Ärger und Stress mit Mann, Beruf oder was auch immer uns unterhielten. Der Inhalt war immer das, was wir nicht haben wollten. Toll und was bekamen wir? Unserem Wunsch gemäß, das, was wir nicht wollten.

Heute lasse ich viele Gespräche nicht mehr so ausufern. Ich höre mir den Kummer ein oder zweimal an und dann mache ich aus Selbstschutz heraus einen Vorschlag, nur noch über das zu reden, wie wir uns unser Leben vorstellen und über das zu sprechen, was wir uns wünschen.

Wenn das nicht verstanden wird, beende ich das Gespräch, denn ich kann und will es mir nicht mehr leisten, durch Worte über Ungewünschtes, dieses in mein Leben zu ziehen. Es ist schließlich mein Leben, was ich durch Worte fördere oder boykottiere und nur ich bin für mein Leben verantwortlich.

Machen Sie mit, sprechen auch Sie nur noch über das, was Sie haben wollen und nicht mehr über das, was Sie nicht haben wollen.

Ihre Brigitte H. Alsleben

 

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