12. Dezember: Sich um das eigene innere Kind zu kümmern fördert den Frieden

12. Dezember: Sich um das eigene innere Kind zu kümmern fördert den Frieden

Ohne eine heitere und vollwertige Kindheit verkümmert das ganze spätere Leben.“ von Janusz Korczak (1878 – 1942), wenn man sich nicht als liebevoller Erwachsener um das eigene innere verletzte Kind dann kümmert und es heilt. Wie ich das meine? Lesen sie selbst:

Bald ist Weihnachten, das Fest der Liebe und der Versöhnung! Versöhnung bedeutet, dass ich mich mit jemandem versöhne, mit dem ich einen Konflikt hatte oder der mir etwas angetan hat. Gleichzeitig verzeihe ich demjenigen das und vergebe es ihm.

Können Sie jedem vergeben, egal was er gemacht oder sogar Ihnen persönlich angetan hat? Das ist, finde auch ich, sehr schwierig. Da kommt dann das zum Zuge, was ich gestern in meinem Adventskalender geschrieben habe.(HIER nachzulesen)

Und machen Sie sich klar, dass man sich selbst leider mit diesem unversöhnlichen Verhalten am meisten schadet! Sich damit seine eigene Lebensrealität verschlechtert!

Also noch mal die Frage: Können Sie jedem vergeben, egal was er gemacht hat, wenn Sie wüssten, dass Sie sich selbst mit Ihrem unversöhnlichem Verhalten am meisten schaden?

Sie Sagen:„Ich schade mir nicht. Ich habe das ja nicht gemacht. Ich will mit diesen Menschen nichts zu tun haben. Meine Mutter/ mein Vater war so ein… Nein denen vergebe ich nicht. Aus den Augen aus dem Sinn.“

Doch, Sie selbst schaden sich am meisten. Denn, dass Sie  solche Menschen immer wieder in Ihr Leben ziehen, heisst nur, dass Sie auf Ihre, seit Kindheit an, unterdrückten Gefühle endlich eingehen und diese bearbeiten sollen. Bearbeiten oder besser gesagt Verzeihen, heißt auch nicht, dass Sie zu der Person hingehen und sagen „na jetzt vergebe ich dir noch ein Mal, aber dann ist aus“.

Für mich heißt Vergebung, dass ich nochmal in die Episode reingehe, fühle, was ich gefühlt habe. Und diese Gefühle dann mir im Sinne eines liebevollen Erwachsenen ansehe. Was an seinem Verhalten hat mich negativ berührt, mich wütend, traurig, ohnmächtig oder was auch immer gemacht? Was genau an seinem Verhalten hat denn nun meine unangenehmen Gefühle ausgelöst?

Diese Gefühle Wut, Angst, Trauer usw. sind auch dann in Ihnen, wenn Sie öfter in solche, Sie negativ aufregende, Situationen geraten. Diese sind Ihnen nicht bewusst, doch schwingen diese immer in Ihnen mit.

Ihr Unterbewusstsein wird Ihnen immer wieder Situationen vor die Füße werfen, damit Sie diese Gefühle endlich zulassen und somit frei lassen. Das heißt, Ihr Unbewusstes möchte dass aus dem harten Erwachsenen, der sein inneres Kind immer wieder zum still sein verdonnert, endlich der liebevolle Erwachsene wird, der das innere geschundene Kind erlöst.

Dieses verletzte innere Kind zeigt sich, wenn:

  • irgendetwas provoziert plötzlich bei Ihnen Wutanfälle  (wegen einer Kleinigkeit schreit man plötzlich herum oder rastet aus)
  • Sie halten sich nur dann an Gebote, wenn jemand da ist, der es überwacht (Beispiel: Sie beachten nur dann ein Überholverbot oder fahren nur dann entsprechend des Tempolimits, wenn die Polizei vor Ihnen fährt oder ein Blitzer installiert ist, also nur wenn es eine Vater-ähnliche Person oder überwachendes Eltern-ähnliches Medium gibt und Sie und Ihr Fehlverhalten sehen könnte)

  • Sie weigern sich Gebote einzuhalten, weil sie nie wieder schwach sein wollen und sich von niemandem mehr etwas vorschreiben lassen wollen ( Autofahrer durchrast Strassensperre, eine Rettungsgasse im Stau wird nicht gebildet; ein Krankenwagen oder Feuerwehrwagen der Ihnen den Weg versperrt wird angehupt und beschimpft usw.)

  • Sie schmollen oder manipulieren, um Ihre Wünsche bei anderen Menschen durchzuboxen

Derjenige, der angeschrien wird, ist eigentlich derjenige aus der kleinsten Kindheit, gegen den man sich nicht durchzusetzen vermochte. Die nichtbeachteten Verkehrsregeln sind die Regeln der Erziehungsberechtigten, die man damals zwar nicht eingesehen, aber nicht ignorieren durfte.

Jetzt ist man erwachsen und darf endlich? Ja das meint das verletzte innere Kind, das das Bild des harten Erwachsenen aus der Kindheit vor sich hat und sich nicht selbst als ein  weiterhelfenden Erwachsenen sieht, den es als Kind dringendst gebraucht hätte.

Für uns alle ist es wichtig, dass das verletzte innere Kind erkannt und somit geheilt werden kann. Dass gelernt wird, wie man sich, für sich selbst zu liebevollen Eltern (Erwachsenen) macht (Re-Parenting) und so nicht mehr andere, wie zum Beispiel die Verkehrspolizei, zu seinen aufsichtshabenden Eltern macht,denen man damals als Kind gehorchen musste.

Lassen Sie als liebevoller Erwachsener Ihr natürliches inneres Kind leuchten, indem Sie sich von Herzen über etwas freuen, spontan sind, Ihre Kreativität nutzen, in der Gegenwart sind, oder in etwas voll und ganz aufgehen oder über etwas staunen.

Denn erst dann werden wir eine Welt mit Freude, Liebe und Frieden haben.

Ihre Brigitte H. Alsleben

 

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