8. Dezember : Wo sind Sie gerade jetzt?

8. Dezember : Wo sind Sie gerade jetzt?

Wo sind Sie genau in diesem Augenblick? Nein, mich interessiert nicht, wo Sie sich jetzt gerade räumlich befinden.

Sondern wohin haben Ihre ureigenen Gedanken Sie gerade jetzt in diesem Moment hin „entführt“? Und besser noch nachgefragt, haben Sie auf dem Beitragsbild den Nadelbaum links entdeckt oder den Efeu, der sich am rechten Baum hochrankt oder die Sonne, die eine Art Brücke zu Ihnen führen lässt, der Stein, der aus dem Wasser herausragt, die Insel und das Gebirgspanorama, das im Hintergrund zu sehen ist. Die Flugzeugspuren am Himmel?

Auf die Frage dieses Beitrags, kommt jedoch viel öfter die Antwort “Ich überlege, was ich noch machen muss… ob ich alles für den morgigen Tag vorbereitet habe?” oder wenn in die fernere Zukunft abgedriftet wird “wie soll das nur werden?”, „Meine Güte, wenn das passiert, dann…“ oder “und hoffentlich kommt das und das bald” oder “wenn ich den Job nicht bekomme, oh je was dann…” und ähnliches.

Kann es sein, dass Sie viel in der Zukunft sind und so die Gegenwart verpassen? Bekommen Sie die Gegenwart zurück oder können Sie diese nochmal leben? Nein! Sie ist vorbei!

Man macht zum Beispiel einen ausgiebigen Spaziergang. Was denkt man, “oh eigentlich hätte ich das und das machen sollen” oder “oh wenn ich nach Hause komme muss ich gleich das und das erledigen”. Toll und was ist mit dem Eichhörnchen, das gerade neben uns seine Haselnüsse für den Winter eingräbt oder das klopfende Geräusch des Kleibers, der die Baumrinde nach essbaren absucht, oder das Plätschern eines Baches oder oder oder.

Diesen Spaziergang macht man doch nur für sich! Denn man selbst ist doch in seinem Leben die wichtigste Person, um die, man sich zu kümmern hat! (Einzige Ausnahme man hat kleine eigene Kinder!)

Ein anderes Beispiel ist der Urlaub. Da ich in einer Urlaubsregion wohne, bekomme ich das selbst mit. Es wird fotografiert und gleich auf Facebook, Insta und Co gepostet oder per whatsapp an Freunde verteilt, statt sich diesen Augenblick oder auch Anblick selbst ausgiebig zu gönnen.

Tipp:

Fotografieren, Apparat weglegen, weiter genießen. Und später dann sich den herrlichen Augenblick nochmal bewusst machen und dann erst bewusst ins Internet gehen, und es dann erst in den sog. Sozialen Netzwerken verbreiten.

Weiteres Beispiel: Wir werden wir von allen Seiten her aufgefordert uns um die Zukunft zu kümmern. Sei es um unsere finanzielle Zukunft, sei es um dern Klimawandel und in diesem Zusammenhang jetzt sogar auch noch um unsere menschliche Existenz als solches usw.

Was entfällt dabei? Das Glück in dem einzigen wirklichen Moment zu sehen, das sog. “Gerade jetzt”.

Ähnlich ist es auch wenn ich immer wieder denke “wenn ich das Zertifikat habe, dann…”,”wenn ich das Auto habe, dann…”, “wenn ich die Wohnung habe, dann…”, “Wenn ich in dem Ort wohne, dann…”, “Wenn ich mit diesem Mann endlich zusammen bin, dann…”oder “wenn ich endlich ein Kind bekomme, dann…”.

Wer weiß denn schon, was bis dahin geschieht? Zudem ist es ein „Der-Gegenwart-aus-dem-Weg-gehen“ und gleichzeitig „eine-vollkommen-ungewisse-Verherrlichung (Verteuflung)-der-Zukunft“.

Aus meiner eigenen Erfahrung her, weiß ich, dass jedoch auch nichts so schlimm kam, wie ich es befürchtete, wenn ich mir Sorgen gemacht habe im Sinne von „Oh je, wenn das und das passiert, dann…“ Es kam immer etwas Hilfreiches hinzu. Wenn auch nicht der Hubschrauber, sondern eher eine marode Leiter, die mir aus dem Sumpf half, wenn ich mich in etwas hineinmanövriert habe, durch meine Unachtsamkeit. Oder als ich an dem gewünschten Ort dann endlich wohnte, sich nichts änderte, als ich das Studium absoviert hatte, alles beim Alten blieb, oder als ich damals endlich wieder mit meinem damaligen Ex-Mann zusammen war, sich die selben Querelen wie vor der Trennung ergaben.

Warum? Ich habe nichts an mir selbst verändert, sondern nur im außen.

Wenn ich mich innerlich nicht ändere, dann verändert sich trotz verwandelter Umständen rein garnichts!

Das liegt daran, dass man selbst immer der selbe Mensch bleibt, nur eben mit dem vermeintlichen Traumpartner und/oder am vermeintlichen Traumort und/oder in der Traumwohnung und/oder mit dem Traumjob und/oder was auch immer.

Denn wir bleiben trotz Änderungen im Außen, immer dieselben im Innern. Darum, wenn Sie etwas in Ihrem Leben verändern wollen, dann muss das zunächst einmal in Ihrem Innern als Vision vorhanden sein. Oder haben Sie einen Neubau schon mal ohne einen Bauherrn entstehen sehen, der nicht zuerst in der Phantasie bzw. Vorstellung also geistig vorhanden war. Dann werden sich auf wundersame Weise Wege Und Möglichkeiten zeigen, die Sie Ihrem Ziel näher bringen werden.Und noch wichtiger, auch Ihr Unterbewusstsein hält Sie für wert, das zu erreichen oder zu bekommen. Denn in Ihrem eigenen Unbewussten, verdrängten kann das liegen, was Sie jahrzehntelang abgehalten hat etwas Gewünschtes zu bekommen.

Wenn Ihnen also Ihr Leben nicht gefällt, laufen Sie nicht davor weg, sondern schauen Sie sich dann Ihre Kernüberzeugungen an, die Sie in Ihrem Fortkommen eventuell immer noch boykottieren.

Ansonsten treffen Sie für sich jetzt die Wahl jeden Augenblick Ihres Lebens bewusst zu leben und zu genießen, als sei es Ihr letzter Lebens-Moment! Nur Sie selbst halten die Werkzeuge, Entscheidungen und Lösungsansätze für Ihr Wunschleben in der Hand. Niemand anderes, nur Sie!

Ihre Brigitte H. Alsleben

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