3. Dezember: Blockaden zeigen, dass etwas auf Ihrem Nacken sitzt?!

3. Dezember: Blockaden zeigen, dass etwas auf Ihrem Nacken sitzt?!

Vor einiger Zeit bekam ich einen Fragebogen zugeschickt, um mich als Autorin näher vorzustellen. Ich also ans Werk und schon bei der ersten Frage, ja was ist das denn???

Die Frage lautete:“Womit prokrastinieren Sie am liebsten?“ Mein erster Gedanke ging Richtung „kastrieren? nein heisst ja krastinieren, kann ja nicht sein“ und dann wurde Dr. Google gefragt.

Ach so, „prokrastinieren“ bedeutet soviel wie aufschieben. Auf die lange Bank schieben, hinauszögern, verschieben meinte der Fragende also. Warum schreibt er das nicht gleich? Aber das nur nebenbei.

Ja womit lenke ich mich ab, wenn ich etwas wichtiges unbewusst aufschiebe?

Aus meinem Buch wissen Sie ja bereits, dass ich während meines BWL-Examens immer wieder, mich lieber mit meinem Haushalt beschäftigt habe, als mich an den Schreibtisch zum Lernen zu setzen. Nun, wer mich gekannt hat, der wusste, dass ich Hausarbeit eher als notwendiges Übel betrachtete. Nicht so in dieser akuten Lernphase. Ich sabotierte mich selbst, weil ich unbewusst nicht an mich glaubte, vielleicht den Glaubenssatz hatte, „das schaffst du sowieso nicht“.

Jedoch es gab Fächer, da brauchte ich mich nicht zu zwingen, wie zum Beispiel Rechtswissenschaften oder Psychologie, aber die Volkswirtschaftslehre oder reine Theorie, da war selbst Bügeln noch interessanter.

Mein Unterbewusstsein wusste also schon damals, dass dies nicht mein ureigener Weg war. Doch ich wusste es noch nicht. Ich musste mich buchstäblich zwingen etwas dafür zu tun. Heute wüsste ich, dass das, wofür ich brenne, ich also stundenlang ohne Mühe bearbeiten kann, mein Talent ist. Und würde in diese Richtung vermehrt gehen und das ungeliebte, auf das man sich schwer konzentrieren kann, langfristig aus dem Leben verbannen.

Geht es Ihnen manchmal auch so?

Es geht irgendwie nicht voran, Sie haben etwas Weitreichendes angestoßen, aber dann ist es wie verhext und alles blockiert. Was glauben Sie unbewusst über sich und Ihr Ziel?

Zum Beispiel, Sie wollen sich beruflich verändern oder endlich den ersten Schritt in Richtung eines Ziels, das Sie sich schon lange gesetzt haben, machen. Allerdings jedes Mal, wenn Sie etwas in dieser Hinsicht unternehmen wollen, kommt Ihnen etwas dazwischen oder Sie haben andere „wichtigere“ Dinge zu erledigen.

Im Sinne von, obwohl sie bewusst nach A wollen, Sie kommen immer in B an, oder Sie kommen nicht vom Fleck.

Haben Sie schon mal an Ihr Unterbewusstsein dabei gedacht?

Kann es sein, dass obwohl Sie sich absichtlich A wünschen, jedoch Ihre unbewusste Seite B bevorzugt? Sie werden A nie erreichen, wenn Ihr Unterbewusstsein B will. Denn Ihre unbewusster Anteil hat das Sagen.

Nun ist es so, dass wir selbst oft nicht wissen, wo der Ursprung für dieses Verhalten im Kern liegt oder wo diese „Blockaden“ ihren Ursprung haben. Auf unser Unterbewusstsein kommen wir in diesen Augenblicken in den seltensten Fällen.

Es ist also schon wieder diese unbewusste Inkompetenz (auch das wird in meinem Buch näher erläutert,stimmt ich wiederhole mich)  oder unbewusste mangelnde Fähigkeit, die in uns arbeitet. Wir sind also dazu angehalten, diese uns zunächst mal bewusst zu machen. Sprich wir dürfen herausfinden, warum unser Unterbewusstsein, um beim obrigen Beispiel zu bleiben, uns nach B statt nach A leitet. Zum Beispiel schlechte Erfahrungen, blöde Gefühle, die wir als Kleinstkind gemacht oder gehabt haben.

Diese Aufschiebereien sind also Gegebenheiten, die wir selber immer wieder in unser Leben ziehen, damit wir endlich den Ursprung davon bearbeiten, anerkennen und so loslassen können.

Dann gehört diese Aufschieberitis oder Prokrastination der Vergangenheit an.

Es sind oft alte Vorkommnisse , die wir als Kind erlebt haben, die wir dann oberflächlich vergessen und ins Unterbewusstsein verschoben haben. Jedoch, sind diese ungelösten Situationen dort immer, auch in der Gegenwart, noch vorhanden und treiben ihr Unwesen in unserem Leben. Das sind die Dinge, die uns immer auf dem Nacken liegen.

Oder es sind die Eigenschaften und Anteile an uns selbst, die wir seit je her versucht haben zu verbergen, zu unterdrücken, zu verdrängen, uns davon abzulenken und es vor uns selbst zu leugnen. Es ist unser ungewolltes Wesen, von dem wir annehmen, dass es für unsere Familie, unseren Freundes-/Bekanntenkreis ,  die Allgemeinheit und ganz besonders für uns selbst nicht hinnehmbar ist. Beachten Sie, wir selbst glauben das nur.

Meine Antwort auf diese Frage, „womit ich am liebsten prokastriniere“, war also: Mit einem Buch, in dem ich etwas erfahre, wie man Selbstsabotage durch  unbewusste Glaubenssätze und Überzeugungen, auflösen kann.

Dazu bald mehr!

Ihre Brigitte H. Alsleben

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