Realität oder unsere eigene Angstvorstellung, was wirkt stärker?

Realität oder unsere eigene Angstvorstellung, was wirkt stärker?

„Was Macht hat, mich zu verletzen, ist nicht halb so stark wie mein Gefühl, verletzt werden zu können.“ William Shakespeare (1564 – 1616)

Die Angstvorstellung wirkt stärker als die Realität!

Was ist Angst? Definition im Wörterbuch lautet: Angst ist ein „beklemmendes, banges Gefühl, bedroht zu sein.“ Dieses Gefühl dient uns zum Schutz, um eben nicht bei Rot über die Ampel zu laufen und die Gefahr besteht verletzt zu werden. Wobei hier haben wir meistens keine Angst, weil wir ja die Gelegenheit haben uns zu schützen, sprich erst dann über die Strasse zu gehen, wenn die Ampel Grün zeigt.

Doch es beginnt ja schon bei unserer eigenen Phantasie, uns den schlimmsten anzunehmenden Fall oder auf Neudeutsch das worst case scenario sich  in allen Nuancen bildlich vorzustellen. Man will es gar nicht, aber es kommt immer wieder hoch, diese Vorstellung des Grauens. Prüfung, bei der man plötzlich den totalen Blackout hat oder ein Blind-Date, wo der andere sofort in die Flucht geht oder das Vorstellungsgespräch, wo alles verkehrt läuft.

Es sind aber unsere ureigenen Gedanken über sich selbst zum Beispiel bei der Prüfung „Das schaffe ich nicht, das behalte ich nie, das habe ich noch nie gekonnt, ich bin dumm“ oder bei dem Date „ Ich bin nicht sein/ihr Typ, ich bin zu alt, ich bin zu hässlich“ oder bei dem Vorstellungsgespräch „das kann ich nicht, ich bin ungeeignet, ich blamiere mich.“ Merken Sie es? Das sind alles negative Selbstbilder, die vielleicht irgendwann in unserer Vergangenheit / Kindheit ihren Ursprung haben und immer dann wieder hervorblinken, wenn wir in einer ähnlichen Situation stecken. Das Erleben ist seit damals in unserem Unterbewusstsein.

Diese Gedanken und Vorstellungen bringen die Panik hervor und diese bringen die Symptome hervor, dass es tatsächlich zu den befürchteten Dingen kommt. Es wirkt wie eine Art negatives Wünschen.

Doch Ängste sind nur das, was wir über bestimmte Dinge denken, die eintreten könnten. Sprich sie sind noch nicht eingetreten, und bisher nur in unserem Denken vorhanden zum Beispiel mit dem Satz “was ist denn bloß dann, wenn das und das eintritt und ich für dieses Problem keine Lösung habe.“Wir sind also in der Zukunft. Sobald wir einen Weg für uns haben, die Problematik zu überwinden, haben wir keine Angst mehr, dazu müssen wir in der Gegenwart bleiben und das Hier und Jetzt und die Wirklichkeit erst einmal sehen.

Doch all diese Fakten habe auch ich schon hundertfach gelesen und auch die Zusammenhänge verstanden, aber wenn es dann wieder so weit ist, ich also ein wichtiges Gespräch habe oder ein Treffen bevorsteht, was meinen Sie passiert? Dieselben Horrorszenarien stelle ich mir vor. Willentlich habe ich schon alles gemacht von Affirmationen bis zur Zerlegung der Ängste und sie sind noch immer da. Klasse. Wie macht man es nun mit diesen Ängsten?

Bleiben Sie dran! Das Thema wird hier weiter entwickelt mit Hilfen und Tipps!

Ihre Brigitte H. Alsleben

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