Was zeigt uns das? Dass wir auf dem falschen Weg sind!

Was zeigt uns das? Dass wir auf dem falschen Weg sind!

„Kinder schlagen, wenn sie sich unbeobachtet fühlen, Fensterscheiben ein, Soldaten brennen selbst gegen den Befehl des Feldherrn das Lager ab, das sie verlassen, zerstampfen Getreidefelder und reißen Bauwerke nieder. Wer zwingt sie zu solcher Barbarei? Ist es allein die Lust zu zerstören? Oder wollen sich vielleicht die schwachen Menschen in der Zerstörung ein Denkmal ihres Muts und der Kraft setzen?“ Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues (1715 – 1747), französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller

Ja um sich wenigstens einmal mächtig zu fühlen? Weil sie sonst unbewusst, sich eben nicht als wertvoller Mensch fühlen? Wie komme ich darauf?

Gerade jetzt ist das Entsetzen über Gewaltausbrüche überall in Deutschland sehr groß.

Beispiele:Starnberg: Schüler-Mob attackiert Polizei / Frankfurt Mann soll Mutter und Kind in Frankfurt vor Zug gestoßen haben – Achtjähriger stirbt / 55 Jahre alter Deutscher  mehrfach auf  Eritreer geschossen / Brennpunkt Freibad: Gewalt beim Baden/ und und und

Dass ausgerechnet Jugendliche aus dem „vornehmen Starnberg“ derartig ausrasteten, erschien wohl vielen hirnrissig oder wie schrieb die BILD:„Ausnahmezustand in der sonst so feinen Kreisstadt Starnberg“ . Häme und Schadenfreude bringt hier gar nichts. Wer Starnberg kennt, weiß, dass fein und vornehm Attribute sind, die zu dieser Stadt so gar nicht passen. Kinder, Jugendliche und die zahlreichen Normalbürger haben die selben Probleme, wie in anderen Teilen Deutschlands.

Zumal wer kennt denn Starnberg wirklich, außer den Vorurteilen, die viele von dieser Stadt haben?

Es ist eine Kleinstadt, die all ihre Probleme hat, die andere auch haben. Überteuerter, da knapper Wohnraum. Eltern, die mehr arbeiten müssen/ wollen als sich um ihre Kinder zu kümmern um für kleinste Wohnungen schon mindestens Tausendfünfhundert Euro Miete aufzubringen. Das war 1977 als ich mit meinen Eltern dorthin gezogen worden bin auch schon so. Da war das Aufmucken bei den Jugendlichen an blauen/roten Punk-Frisuren und Punkmusik zu erkennen. Ich bin dort aufgewachsen und weiß, was Starnberg ist; eine kleine etwas verbaute Stadt, nicht unbedingt schön, wenn es nicht die Seelage und den Blick auf das Alpenpanorama hätte. Sie ist vollkommen normal mit all ihren Problemen, dem Verkehr, und der alltäglichen unterschwelligen Gewalt… eben das, was andere Städte auch haben. Ich nenne sie liebevoll mein Rumpeldörfchen.

Statt diese Jugendlichen nur vorher schon zu verurteilen, sollte man diese mal zu Wort kommen lassen, was sie sich wirklich wünschen, warum sie plötzlich so austicken, warum ihnen langweilig ist, warum sie keinen anderen Weg fanden. Denn Alkohol- und/oder Drogenkonsum und Gewalt ist nicht die Sprache von „normalen“ Jugendlichen. Zum Beispiel wenn sich Kinder über das viele Arbeiten ihrer Eltern beschweren, hörte ich öfter, wenn ich Gespräche mitbekam als Antwort „das tun wir nur für Dich, damit du so leben kannst“ oder“wenn ich das nicht gemacht hätte, dann würden wir hier nicht das tolle Haus haben“. Blödsinn! Wer will so leben, die Eltern, weil sie auch Schattenanteile in sich haben und meinen sie müssten sich über Besitz,  Haus, Wohnort und/oder Arbeit profilieren.  Auch hier liegt eine Abhängigkeit vor, vielleicht nicht nach Drogen, aber nach der Anerkennung durch die Umwelt. Jedoch das nur nebenbei.

Aber Sie sagen, die wollen nicht sprechen? Warum die Abneigung gegen Gespräche?

Kann es sein, dass diese Schüler, als Kind, nur immer Worte und keine Taten gesehen haben? Zum Beispiel Versprechungen, die nicht eingehalten worden sind? Sei es bei den Eltern, die etwas versprechen, damit die Kleinen erst mal abgelenkt und ruhig sind.

Woher kommt diese Wut bei diesen Schülern und den anderen Tätern?

Ist es die Empörung, die Ohnmacht, die diese Menschen als Kinder schon bei den Eltern oder in der Schule empfanden und die diese verdrängten und die sich jetzt immer wieder zeigt, wenn sie in Situationen geraten, die sie unbewusst daran erinnern.

Nun kann kein Kleinkind, selbst bei „normalen“ Eltern, sagen „Ey jetzt ist mal gut, ich gehe, wenn Ihr mich nicht liebevoll behandelt oder endlich mir Aufmerksamkeit schenkt. Schließlich habt Ihr mich gezeugt und nicht als ungeliebtes Geschenk zu Weihnachten unter den Tannenbaum gelegt bekommen“. Ein Säugling oder auch Kleinkind, selbst wenn es wollte, kann nicht angemessen auf unzumutbare Zustände reagieren.

Wie ich schon mehrmalig schrieb, wabern aus dieser Zeit Erfahrungen, Emotionen und Gefühle oft als Schatten durch unser Leben. Wir selber schaden uns damit am meisten! Zunächst durch Krankheitssymptome, aber das ist ein anderes Thema. Dann, dass wir immer wieder unbewusst Menschen in unser Leben ziehen, die uns daran erinnern sollen, das Thema, das dahinter liegt, zu bearbeiten.

Bearbeiten heißt für mich nicht, dass wir zu der Person hingehen und sagen „na jetzt vergebe ich Dir das“ oder „na meine Eltern sind schon alt und sie konnten auch nicht anders und schließlich sind es meine Eltern, vergeben und vergessen“. Für mich heißt Bearbeitung, dass wir nochmals in die einzelnen, diese Gefühle Trauer, Schmerz, Ohnmacht, erzeugenden Episoden, reingehen und empfinden was wir damals gefühlt haben.

Lassen wir das zu, dann ist das ein Weg in ein freies Leben. Am besten ist es, das auch mit den eignenen Eltern direkt zu besprechen. Schließlich sind wir keine Kinder mehr und das „innere Kind“ wartet darauf, dass wir uns für dieses endlich einsetzen. Unsere Eltern sterben nicht daran, dass wir sie mit manchen Ungereimtheiten unseres Lebens konfrontieren. Wir tun es für uns, unsere Gesundheit, für unsere Schwingungen?!

Deshalb ist es wichtig, sich auch um seine eigene ausgestrahlte Energie zu kümmern. Sprich, welche Energie senden wir bewusst oder unbewusst aus? Versprühen wir hochschwingende Energie, wie Freude, Liebe und Glück oder niedrige Schwingungen durch Angst, Wut, Trauer usw.

Diese Wut, Trauer und Angst erzeugenden Gedanken haben eine ganz niedrige Schwingung und verbinden sich mit den Schwingungen gleicher Art. So wird eine negative Lebensrealität bei uns, jedoch auch von uns selbst erzeugt. Jede einzelne Persönlichkeit besteht aus Denken, Handeln und Fühlen. Wenn wir diese drei Ansatzpunkte erneuern, dann verändert sich unsere Persönlichkeit und unsere ureigene Wirklichkeit und somit auf Dauer auch die Welt. Machen Sie mit! Indem Sie zum Beispiel:

  • ihre in der Vergangenheit gedachten Gedanken überprüfen, Revue passieren lassen und falls nötig umformen.
  • sich Ihrer unbewussten Handlungsweisen bewusst werden.
  • Eventuell neue Entscheidungen treffen, die neue Verhaltensweisen mit sich bringen.

Und Sie werden merken, dass neue Gewohnheiten neue Erfahrungen in Ihr Leben ziehen, die wiederum die neuen Gefühle bei Ihnen auslösen und diese werden die neuen Gedanken bewirken. Es ist ein Kreislauf raus aus der Gewaltspirale rein in den Friedenskreislauf.

Bis bald

Ihre Brigitte H. Alsleben

Die Kommentare sind geschloßen.
error: Content is protected !!