Unsere Gefühle zeigen unsere unbewussten Gedanken über uns und die Welt

Unsere Gefühle zeigen unsere unbewussten Gedanken über uns und die Welt

„Glücklich sein ist einfach, aber lernen, nicht unglücklich zu sein , kann ungeheuer schwierig werden“ Wayne Dyer (in seinem Buch „Der wunde Punkt“)

Denn auf eine positive Art zu denken, haben wir nie bewusst gelernt. Nein im Gegenteil, es ist uns als Kind geradezu aberzogen worden. Hinzu kommt, dass wir seit der kleinsten Kindheit auch noch Überzeugungen und Gedankensätze von unseren Eltern und/oder Großeltern, bzw. anderen Erwachsenen übernommen haben. Diese müssen uns gar nicht bewusst sein, trotzdem wirken sie aus dem Unterbewusstsein. Darum ist es wichtig diese sich zunächst einmal bewusst zu machen. Denn unsere Gefühle entspringen aus den von uns gedachten Gedanken über die äußeren Situationen und nicht von den äußeren Umständen als solches. Beispiel: A hat Verabredung zu bestimmten Zeitpunkt mit B. B ist zum Zeitpunkt da und wartet und wird nach einer Stunde  sauer. Der Grund liegt aber nicht im Warten, denn B könnte sich ja entscheiden zu gehen und dies A freundlich mitteilen. Die Wut entsteht also durch das eigene Denken über das Tun des Anderen und das eigene Warten.

Oder X nennt Y einen Loser. Y wird wütend. Hier ist die Quelle der Wut von Y nicht X und seine Einschätzung, sondern das eigene Denken über sich selbst. Jemand, der innerlich wirklich weiß, dass er kein Loser ist, wird über so einen Satz nur milde lächeln und sich nicht angesprochen fühlen. Wenn Y aber aus früheren Kindheitszeiten aber das ihm vollkommen unbewusste Denken hat, dass er nie ein Gewinner sein wird, dann hat dieser Satz bei Y etwas aktiviert.

Wenn wir uns  abgewöhnen, zum Beispiel Trauer darüber zu fühlen, was ein anderer über uns sagt, dürfen wir uns zunächst folgendes bewusst machen. Der Andere sagt etwas! Dann denken wir über dieses Gesagte etwas und dies unser ureigener Gedanke über das vom Gegenüber gesagte, der erzeugt das positive oder negative Gefühl in uns.

Jeder von uns ist selbst der Ursprung der Gefühle gegenüber anderen.

Wer erzeugt nun die Gefühle bei einem Menschen, wenn Du ihn angelächelt hast und ihn gegrüßt hast und er macht ein abweisendes wütendes Gesicht. Du? Nein, er selbst, denn dieser Mensch hat vielleicht Glaubenssätze in sich, wie zum Beispiel „Alle Menschen sind schlecht“, „andere Menschen wollen immer etwas von mir“ und zeigt daraufhin negative Gefühle Dir gegenüber, wie zum Beispiel ein unfreundliches Gesicht oder sagt „Was wollen sie von mir? Lassen Sie mich in Ruhe“ und wenn Du daraufhin wütend wirst, hast Du ein unbewusstes Denken über das Gesagte, das bei Dir nun Wut hervorruft. Er hat jetzt bei Dir einen Knopf gedrückt. Vielleicht, dass Du als Kind Deinen Eltern oft etwas ganz tolles erzählen wolltest und die haben nur gesagt „störe mich nicht“, und du warst enttäuscht.

Auf dieses Beispiel komme ich deshalb, weil ich mir in den Jahrzehnten, die ich jetzt in Oberbayern wohne, dieses Grüßen mit „Grüß Gott“ mit Lächeln beim Wandern, angewöhnt habe. Denn es ist hier seit Jahrhunderten so Usus und wird auch heute noch so gemacht. Nun als ich bei meinem Bruder in Berlin besser gesagt in Brandenburg zu Besuch war, ist mir dieses Grüßen samt Lächeln unbewusst auch immer wieder raus gerutscht, und da wurde ich oft vollkommen entgeistert angesehen und man sah geradezu den Gedankensatz „Oh je was will die denn jetzt von mir“.

Ich weiß, es ist anstrengend, sich seiner Gedanken bewusst zu bleiben, um so auf die Quellen der eigenen „negativen“ Gefühle und somit des eigenen Unglücklichseins zu kommen. Wenn Du jedoch weißt, dass Dein Glück auch von Deinen eigenen Gefühlen abhängt, dann ist das doch ein Ansporn, oder?

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