Sind wir eigentlich Kinder in Erwachsenengestalt?

Sind wir eigentlich Kinder in Erwachsenengestalt?

Ich gehe fest davon aus, dass wir fast alle noch Kinder in Erwachsenengestalt sind, die endlich die vollkommene Anerkennung von den anderen erhalten möchten, da wir eben keine bedingungslose Liebe zu uns selbst leben, also keinen Sinn für unser Eigenes Sein haben. Das ist uns oft erfolgreich aberzogen worden. Die Bücher von Alice Miller , haben mich sehr zum Nachdenken gebracht und ließen mich, für meine Person, mir folgende Frage stellen: „Wäre ich von meinem Eltern immer noch vorbehaltlos geliebt worden, wenn ich oft ungezogen, laut, andere Erwachsene beim Besuch störend, zornig, schlecht in der Schule, eifersüchtig, faul,dreckig, launisch, gierig, fordernd, nichts abgebend wollend vor ihnen gestanden hätte?“

Ich für mich, kann heute klar und deutlich sagen: „JEIN“ (ich weiß es nicht!)

Also lasse Dein Kind folgendes nie von sich denken müssen: „Könnte das auch heißen, dass eigentlich nicht ich, das Kind als solches, bedingungslos geliebt wurde, sondern eher das, was ich spielte zu sein? Das achtenswerte, verlässliche, mitfühlende, Verständnis aufbringende, ein unkompliziertes Kind eben, das aber im Grunde gar kein Kind mehr ist? Was ist dann mit meiner mir zustehenden Kindheit geschehen? Bin ich dann nicht um meine Kindheit betrogen worden? Als Erwachsener später kann ich jetzt nicht mehr zurück. Ich kann meine Kindheit nie mehr nachholen. Von Beginn an war ich ein kleiner Erwachsener. Meine Fähigkeiten und Talente, wurden sie einfach entwertet?“ (frei nach „das Drama des begabten Kindes“ von Alice Miller, S. 33 )

Liebe Dein Kind auch dann oder gerade dann, wenn es laut, zornig, schlecht in der Schule, in den Tag hineinlebend, sich mit den Geschwistern streitend, Dir furchtbar auf den Geist gehend, eifersüchtig, faul, launisch, gierig, fordernd, nichts abgebend wollend vor Dir steht und zeige ihm, dass es etwas ganz Besonderes ist und niemandem anderen gefallen muss! Dass es einzigartig ist. Denn es muss dann einerseits seine Gefühle nicht unterdrücken und später nicht erst mühsam lernen, diese zu sehen und bekommt diese dann auch von seiner Umwelt oder Ihren Enkeln nicht mehr gespiegelt.

Außerdem sei ihm dankbar, denn Dein Kind zeigt Dir auch Deine unterbewussten Anteile, mit denen Du im Clinch liegst oder die wunderbar an Dir sind.

Dein Kind kann dann zu einem glücklichen Erwachsenen werden, der mit Achtsamkeit, Lebensfreude und Selbstliebe lebt. Dies wird es an seine Kinder weitergeben und der Teufelskreis ist durchbrochen. Frieden zwischen den Menschen, Freude, Liebe bei allen Erdenbürgern und Achtsamkeit für sich und andere und für unseren Lebensraum sind dann keine Illusion mehr, sondern lebendige Realität.

Dein Beitrag dazu, könnte es also sein, sich sowohl um Dein eigenes „inneres Kind“, Dich um Deine eigenen realen Kinder Dich zu kümmern oder wenn, wie bei mir keine eigenen Nachkommen vorhanden sind, sich für Kinder im Allgemeinen einzusetzen. Und wenn es nur ein Lächeln ist oder aufmunternde Worte sind, wenn Dir ein traurig, ernst blickendes Kind begegnet. Oder Lachen und gezeigte Freude, wenn ein fröhliches Kind sich am Leben oder den Schnee jetzt erfreut.

(Das Bild zeigt mich als Kind in der ersten Klasse der Grundschule!)

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