Unser aller Beitrag für Frieden, Freude und Achtsamkeit auf dieser Welt (Erstmals 4. Dezember 2017)

Unser aller Beitrag für Frieden, Freude und Achtsamkeit auf dieser Welt (Erstmals 4. Dezember 2017)

Sind Sie bereits in Ihrem Leben die wichtigste Person? Ich hoffe doch, dass, abgesehen, natürlich von Ihren eventuell vorhandenen kleinen Kindern, SIE sich als die wichtigste Person in Ihrem Leben sehen! Denn dann können Sie eigentlich schon aufhören zu lesen, Sie sind dann mit sich schon im Einklang und Sie wissen bereits, dass nur Sie selbst, für Ihr Glück zuständig sind! Nicht Ihre Partner, Kinder, Eltern,usw. nur Sie!

Die genannte Ausnahme sie haben kleine Kinder, dann sind diese die wichtigsten Menschen in Ihrem Leben.

Denn für unsere Kinder haben wir natürlich, die ersten zehn bis fünfzehn Jahre, unser eigenes „Ich“ zurückzustellen und liebevollst für diese unsere Töchter und Söhne zu sorgen, denn sie sind ja kein ungeliebtes Weihnachtsgeschenk gewesen, sondern doch wohl hoffentlich bewusst bekommen worden.

Bedenken Sie , dass das, was Kindern in den ersten Lebensjahren zugemutet oder angetan wurde, immer auf uns alle und zukünftige Generationen zurückschlägt. Im Guten, wie im Schlechten.

Durch eine liebe- und respektvolle Behandlung unserer Kinder ohne Leistungsdruck, ohne Manipulation und ohne Kontrollzwang können wir einen großen Schritt zum Frieden machen.

Aus diesem Grund, ist es mir ein Anliegen allgemein zu fordern, dass Kindern die Freiheit zugebilligt werden muss, Erwachsenen, auch ihren Eltern,Großeltern und anderen Verwandten Grenzen zu setzen, wenn die Kinder sich schlecht behandelt, überfordert oder sogar gedemütigt fühlen.

Jetzt geht es ja wieder auf Weihnachten zu. Noch heute denke ich mit Schaudern daran, dass mein Vater mich als Kind jedes Jahr aufs Neue dazu verdonnerte an Heiligabend am Weihnachtsbaum ein Gedicht aufzusagen. Die Adventszeit war für mich gelaufen. Klar, er war das von Zuhause so gewohnt, Gedicht aufsagen, Weihnachtslieder singen und dann durfte man, wenn man Glück hatte die Geschenke auspacken. Nur er vergaß bei der Sache, dass ich nicht wie er Schauspieler war und er es somit gewohnt war, Texte auswendig zu lernen. Sondern ich mir zwar von den Weihnachtsgedichten den „Roten Faden“ merken konnte, aber nicht den Text im einzelnen. Jedes Jahr, bis ich etwa 13 Jahre alt war, und er merkte, dass es aus diesem Grund immer wieder Streit an Heiligabend gab, das selbe für mich grauenhafte Prozedere. Klar es hat mir nicht geschadet, aber auch nicht genutzt.

Oder ein anderes eigentlich harmloses Beispiel, die Drohung mit dem Weihnachtsmann, der alles sieht. Wenn Eltern nicht mit ihren Sprösslingen fertig werden, drohen sie „Das hört alles der Sankt Nikolaus oder Weihnachtsmann, also sei lieb und artig.“ Dabei sind Kinder nicht einfach von sich aus laut, quengelig, zornig oder streiten sich mit den Geschwistern usw.. Sondern sie spiegeln der Mutter oder dem Vater etwas aus dessen Unterbewusstsein.

Wenn Sie sich, also das nächste Mal darüber aufregen, überlegen Sie erst einmal, was ist vor diesem Moment in Ihnen selbst passiert? Ist da vielleicht eine Wut auf Jemanden hochgekommen, die Sie verdrängt haben oder sind Sie mit Ihrer Arbeits- oder Beziehungssituation unzufrieden? Oder an was erinnert Sie das? Es ist Ihr „Inneres Kind“, was dort reagiert auf die Verhaltensweise Ihres Kindes.

Das „innere Kind“ ist ein nicht unbedeutender Teil unseres Unbewussten. Haben sie bei Erlebnissen in Ihrer Kindheit, Wut, Ohnmacht, Trauer empfunden? Diese aber nicht zeigen dürfen und somit unterdrückt. Ihre Umwelt ist dazu da, diese in Ihnen unbewusst vorhandenen und wirkenden Gefühle immer wieder zu Bewusstmachung hochzuholen.

Das ist, wenn wir es merken auch sehr gut für unsere Zukunft, denn wir können unsere Lebensumstände verändern, wenn wir unsere Gefühle erkennen, sehen woher sie kommen und etwas im Jetzt ändern. Denn auch diese von uns abgelehnten Gefühle gehören zu uns. Zusammengenommen, alles gehört zusammen und zeigt immer eine Wirkung auf die eigene Lebensrealität.

Ich wünsche mir, dass wir in diesem Augenblick immer daran denken, dass so, wie Kinder von Erwachsenen behandelt werden, sie sich genau so während ihres ganzen restlichen Lebens sehen.

Da ich für mich wusste, als ich 20/30 war, ich könnte mich nicht mit Zuwendung, wirklicher innerlich gefühlter und nicht aufgesetzter nur gesagter Liebe und Freundlichkeit um meine Kinder kümmern, habe ich bewusst darauf verzichtet. Heute könnte ich mit gutem Gewissen sagen, ja ich will Kinder, weil ich weiß, dass ich absolut liebevoll bin, denn ich erkenne mich an und habe alle unbewussten Gefühle mir bewusst gemacht. Jetzt ist es aber leider mit Anfang Fünfzig zu spät. Deshalb setze ich mich sowohl für die in uns unbewusst lebenden „inneren Kinder“, und auch für die kleinen Kinder , die jetzt die Liebe, den Respekt und die ungeteilte Aufmerksamkeit ihrer Eltern benötigen, ein.

Entschuldigen Sie, wenn ich mich jetzt wiederhole, aber es ist einer meiner wichtigsten Anliegen für diese Zeit.

Lassen sie Ihr Kind nie folgendes von sich denken müssen: „Könnte das auch heißen, dass eigentlich nicht ich, das Kind als solches, bedingungslos geliebt wurde, sondern eher das, was ich spielte zu sein? Das achtenswerte, verlässliche, mitfühlende, Verständnis aufbringende, ein unkompliziertes Kind eben, das aber im Grunde gar kein Kind mehr ist? Was ist dann mit meiner mir zustehenden Kindheit geschehen? Bin ich dann nicht um meine Kindheit betrogen worden? Als Erwachsener später kann ich jetzt nicht mehr zurück. Ich kann meine Kindheit nie mehr nachholen. Von Beginn an war ich ein kleiner Erwachsener. Meine Fähigkeiten und Talente – wurden sie einfach entwertet?“ (frei nach „das Drama des begabten Kindes“ von Alice Miller, S. 33 )

Lieben Sie bitte Ihr Kind auch dann oder gerade dann, wenn es laut, zornig, schlecht in der Schule, in den Tag hineinlebend, sich mit den Geschwistern streitend, Ihnen furchtbar auf den Geist gehend, eifersüchtig, faul, launisch, gierig, fordernd , nichts abgebend wollend vor Ihnen steht und zeigen Sie Ihm, das es etwas ganz Besonderes ist und niemandem anderen gefallen muss! Das es einzigartig ist. Denn es muss dann einerseits seine Gefühle nicht unterdrücken und später erst mühsam lernen, diese zu sehen und bekommt diese dann auch von seiner Umwelt oder Ihren Enkeln nicht mehr gespiegelt. Außerdem seien Sie ihm dankbar, denn Ihr Kind zeigt Ihnen auch Ihre unterbewussten Anteile, mit denen Sie im Clinch liegen.

Ihr Kind kann dann zu einem glücklichen Erwachsenen werden, der mit Achtsamkeit, Liebe und Selbstwertschätzung lebt, also ein Alsleben führt ;-))

Dies wird es an seine Kinder weitergeben und der Teufelskreis ist gebrochen. Frieden zwischen den Menschen, Freude,Liebe bei allen Erdenbürgern und Achtsamkeit für sich und Andere und für unseren Lebensraum sind dann keine Illusion mehr, sondern lebendige Realität.

Ihr Beitrag ist es also, sich sowohl um Ihr eigenes „inneres Kind“, um Ihre eigenen realen Kinder zu kümmern oder wenn, wie bei mir keine eigenen Nachkommen vorhanden sind, sich für Kinder im Allgemeinen einzusetzen. Und wenn es nur ein Lächeln ist oder aufmunternde Worte sind, wenn Ihnen ein traurig, ernst blickendes Kind begegnet. Oder Lachen und gezeigte Freude, wenn ein fröhliches Kind sich am Leben oder den Schnee jetzt, oder an den Weihnachtsliedersingen erfreut.

Ihre

Brigitte H. Alsleben

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