Rezension des Buches „Ich dachte älter werden dauert länger“ von Lucinde Hutzenlaub, Heike Abidi

Rezension des Buches „Ich dachte älter werden dauert länger“ von Lucinde Hutzenlaub, Heike Abidi

Ich hatte etwas vollkommen anderes erwartet, was sich leider nicht bewahrheitet hat

Ich habe dieses Buch „Ich dachte älter werden dauert länger“ von Lucinde Hutzenlaub, Heike Abidi als Rezensionsexemplar in einer Buchverlosung auf lovelybooks.de gewonnen, mit der Maßgabe bei der Leserunde teilzunehmen und eine Rezension zu schreiben.

Das Cover in einem dunklen Gelb, ähnlich der untergehenden Abendsonne gehalten, auf dem eine Eule, die ja für innere Weisheit steht, bekleidet mit roten High Heels und einer ebenso roten übergroßen Brille und der Titel haben meine Aufmerksamkeit erweckt und mich veranlasst bei der Verlosung mitzumachen.

Das Buch ist aus zwei Perspektiven geschrieben, es kommen immer abwechselnd Texte von beiden Autorinnen zum ähnlichen Thema.

Es sind viele Erfahrungen aus der Kindheit und Jugend der „Geburtenstarken Jahrgänge“ enthalten, die viele von uns so oder ähnlich auch erlebt haben. Das Buch besteht aus drei Teilen, wobei der erste sich darauf bezieht, wie es sich für die Autorinnen anfühlt um die 50 zu sein. Der zweite Teil geht um die Wahrnehmung ihres Aussehens und was man da alles unternehmen kann und der dritte Teil um Hobbys, die man jetzt mit 50 Plus ergreifen könnte.
Meine Meinung:
Ich habe etwas ganz anderes erwartet. Ich dachte, es würde dazu verleiten wollen, sich mit dieser 50 und somit mit dem neuen Lebensabschnitt anzufreunden und die Vorteile, die man in diesem Alter hat, beschreiben. Denn es sollte sich ja schließlich um ein „Überlebenstraining für alle ab 50“ handeln. Denn ob wir es wollen oder nicht, wir werden vom Tage der Geburt an jeden Tag älter.

Nichts davon: es war eigentlich eine Beschreibung von zwei Frauen, die absolut mit ihrem Alter hadern und was sie alles überlegen mit ihrem Aussehen anzustellen.

In Teil 1, musste ich oft lachen, da ich mich selbst erkannte, wie ich als Teenager war.  Es war lustig geschrieben, aber auch hier schon manchmal nicht passendes trockenes Wissen, das den Fluss bremste. Das waren dann nur noch drei Sterne.

In Teil 2, es ging um das eigene Äußere: ellenlange Listen von Behandlungsmöglichkeiten, die nur trockene „Fakten“ liefern und meiner Meinung nach, unbedingt einer Haftungsausschlussklausel am Anfang des Buches bedürft hätten. Auch die sog. Geheimtipps mit Markennamen gleichen eher einer Schleichwerbung. Deshalb hätte ich das Buch während des zweiten Teils am liebsten aufgehört zu lesen, weil es langatmig war. Es reduziert den Menschen auf sein Äußeres. Und eine  Botoxbehandlung als Möglichkeit zu beschreiben, bei den Gefahren und Nebenwirkungen… Dieser Teil des Buches erhielt 1 Stern, wenn überhaupt…

Teil 3 besteht aus Vorschlägen, was man so machen kann, wobei ich mich da gefragt habe, das ist auch vorher mit 50 Minus schon alles machbar. Doch hier ist es allgemein wieder humorvoller gewesen. Sei es das Schnarchen oder die Befindlichkeiten beim guten Schlafen. Ich weiß, warum ich für getrennte Schlafzimmer, je mit Kingsize-Betten, bin.;-) Doch auch hier wieder Listen. Wenn zwei Frauen, die selbst mit ihrem Alter wohl ein totales Problem haben und auf ihre äußere Wirkung immer bedacht sind. Wie ich das meine, Beispiel Yoga von der einen Autorin: „bei mir gibt es keine Männer…Ich finde das auch nicht schade. So kann ich mich viel besser auf mich konzentrieren.“ Wieso das denn? Wobei das in dem Kapitel noch geklärt wird, durch einen Spruch in der Sauna von der Mutter über einen anderen Menschen. Doch dieser Teil bekam vier Sterne, weil er wenigstens wieder flüssiger zu lesen war.

Insgesamt also drei von fünf Sternen

Also wenn man mit seinem Alter nicht klar kommt, dann sollte man es nicht kaufen. Ich für mich fand es trotzdem nicht schlecht, aber…ob man es unbedingt gelesen haben muss? Nein.

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